Isle of Skye

(A. Pelikan / A. Pfister, 2015)

isle-of-skye_2Die Isle of Skye gilt als eine der schönsten Landschaften der Welt: Weiche Sandstrände, sanft Hügellandschaften und eindrucksvolle Gebirge sind atemberaubend und faszinieren jeden.

In diesem Legespiel für 2 bis 5 Spieler verkörpern die Spieler die Anführer eines von fünf Clans. Die Spieler erschaffen ihr eigenes kleines Reich, um damit die benötigten Siegpunkte zu erringen. Aber in jeder Partie sind nur 4 der enthaltenen 16 Wertungskarten im Spiel. Dadurch wird jede Partie anders und in den abwechslungsreichen Partien sind unterschiedliche Taktiken und Strategien gefordert.

  • Für 2-5 Spieler, ab 8 Jahren
  • Autoren: Andreas Pelikan und Alexander Pfister
  • Grafik: Klemens Franz
  • Verlag: Lookout Spiele
  • Dauer: ca. 60 Minuten

Dabei ist es immer gut, genug Geld zu haben. In jeder Runde können die Spieler eines der Plättchen eines Mitspielers kaufen. Geheim legen alle Spieler gleichzeitig die Preise der von Ihnen angebotenen Teile fest. Ein hoher Preis kann zu Wohlstand und dem dringend benötigten Geld führen. Falls sich aber kein Käufer für das angebotene Plättchen findet, muss der Anbieter das Plättchen selbst in sein Reich einbauen und das eingesetzte Geld abgeben. Dies führt zu interessanten Entscheidungen, denn nicht immer liegt der Preis eines Plättchens klar auf der Hand.

Bei Spielende gewinnt der Spieler, der am meisten Siegpunkte erreicht hat, nicht unbedingt der reichste Spieler!

Quelle: (c) Lookout Spiele, 2015

Das Spiel

Bevor es losgeht, werden aus den 16 verschiedenen Wertungsplättchen, blind, vier Stück gezogen und auf das Wertungstableau gelegt. Diese vier Wertungsplättchen geben jetzt an, was in den einzelnen Runden gewertet wird. Am Anfang wird nur ein Wertungsplättchen berücksichtigt, später zwei oder gar drei. Insgesamt wird jedes Plättchen genau drei Mal bei einer Wertung berücksichtigt. Die Wertungen selbst sind in ihrer Art dabei recht einfach und leicht verständlich. Es werden meist Mehrheiten oder die schlichte Anzahl von zum Beispiel Schiffen, Gebäuden oder Tieren in der eigenen Auslage gewertet. Steht also fest, was in einer Partie alles gewertet wird, kann es auch schon losgehen.

isle-of-skye_3Jeder Spieler beginnt seine Auslage mit einem Plättchen. Die eigene Burg. Sie liefert fortan unser Startkapital von 5 Münzen zu Beginn jeder Runde. Anschließend zieht jeder Spieler aus dem Vorratssäckchen drei Landschaftsplättchen. Diese legt er dann offen vor seinen Sichtschirm. Hinter dem Sichtschirm werden nun für jedes der drei Teile Münzen gelegt. Dies ist der Preis des Plättchens. Bei einem der drei Plättchen wird allerdings ein Marker gelegt, der dafür sorgt, dass dieses Plättchen vorerst gar nicht ins Spiel kommen kann. Haben alle Spieler ihre Wahl getroffen, werden die Sichtschirme weggestellt. Nun werden alle entsprechend markierten Teile zurück ins Säckchen gelegt. Es bleiben folglich zwei Plättchen vor einem Spieler liegen. Beginnend beim Startspieler, kann nun jeder, genau 1 Plättchen aus der Auslage eines Mitspielers kaufen, oder direkt passen. Hat jeder Spieler ein Plättchen gekauft (oder gepasst), bezahlt man noch die eventuell vor einem liegenden Plättchen an die Bank und nimmt die Teile an sich.

Abschließend werden die gekauften Teile an die Burg, beziehungsweise an vorhandene Plättchen der eigenen Auslage passend angelegt. Passend heißt, Berg, Wiese und Wasser müssen passen, eine Straße hingegen kann passen.

Zum Abschluss einer Runde erfolgt dann die aktuelle Runden-Wertung, bevor die nächste Runde nach dem selben Schema startet. Nach sechs Runden ist Schluss und es gewinnt, wer die meisten Punkte gesammelt hat.

So weit der grobe Überblick über den Spielablauf.

Unsere Eindrücke

Zu Beginn, schreit jeder gleich „Ähh, wie Carcassonne, nur solo?“. Zugegeben, ein bisschen vom großen, bekannten Legespiel (Carcassonne) steckt drin. Aber eben nur ein bisschen. Der Rest ist anders, so anders, dass ein komplett neues Spielgefühl entsteht, welches darüber hinaus bei jeder Partie eine neue Strategie erfordert. Der Clou am Spiel ist nämlich, das nicht wie so oft der Spielplan oder der Spielaufbau variabel ist, sondern die Wertung. Obwohl die verschiedenen Wertungsmöglichkeiten in der Regel auf Mehrheiten oder Größen/Anzahl beruhen, so ist doch jede Wertung anders. Anders für sich, und anders in der Kombination. Wir haben die Erfahrung gemacht, das gerade zu Beginn einer Partie es absolut überlegenswert ist, eine Wertung zu vernachlässigen, um bei der Wertung in der Folgerunde richtig fett abzusahnen.

isle-of-skye_4Gefallen hat uns bei „Isle of Skye“ auch der wirtschaftliche Aspekt im Spiel. Ich kaufe Plättchen bei meinen Mitspielern, so denn ich Geld habe, oder verkaufe meine Plättchen möglichst gewinnbringend. Der Preis regelt entweder die Nachfrage, oder stürzt einen direkt in den zwischenzeitlichen Ruin. Diese Entwicklung abzuschätzen ist schwer, macht das Ganze aber durchaus interessant. Apropos interessant, spannend sind auch die Interaktionsmöglichkeiten. Nicht nur dass man bei seinen Mitspielern ein lukratives Plättchen kaufen kann, sondern es gibt ja auch noch die Möglichkeit, ein eigenes Plättchen, welches man auf keinen Fall seinen Mitspielern gönnt, zu eliminieren. Und genau das macht „Isle of Skye“ zu einem Spiel mit Ärgerfaktor.

So ist also alles drin in „Isle of Skye“. Wir handeln, sabotieren, verhandeln, bieten an und kaufen ab. Mal kaufen wir günstig, mal wird uns das Geld aus der Tasche gezogen. In jeder Runde heißt es „schauen, denken, handeln“.

In Sachen Spielbesetzung hat sich in unseren Runden herausgestellt, das „Isle of Skye“ am allerbesten in einer Runde zu viert, sehr interessant war. Hier hatte man auch ein bisschen Auswahl bei den angebotenen Plättchen. Zu zweit gefiel uns „Isle of Skye“ eher mäßig.

Unser Fazit

Tolles Spiel, mit schönem Material. Spielt sich von Anfang an sehr flüssig und ist keineswegs komplex oder kompliziert. Es ist eigentlich Ideal für Familien oder Wenigspieler, die sich mal wieder ein neues Spiel zulegen wollen und Angst haben vor zu komplizierten Dingen. Spielspaß und Spannung sind garantiert, und die geringe Wartezeit verhindert Langeweile während andere am Zug sind, denn meistens spielen alle gleichzeitig. Klar, Kritiker werden auch hier wieder sagen, es sei nur ein Carcassonne-Abklatsch, aber wir haben das so nicht empfunden.

Da Spiele immer auch Geschmacksache sind und bleiben, empfehlen wir deshalb: Einfach mal probieren.

Stimmen:

Jutta sagt: „Leichte Einstiegshürde. Familienspiel. Zu zweit, fehlt es an Spannung. Besser zu mehr. Durch die unterschiedlichen Wertungsplättchen läuft jedes Spiel anders.“
Petra sagt: „Naja, so ganz mein Geschmack ist’s nicht.“


© 20.01.16 Oliver Sack / Du bist anderer Meinung? – oder möchtest etwas hinzufügen, ergänzen oder kritisieren? Dann schreib uns, wir veröffentlichen deinen Kommentar und freuen uns über jedes Feedback.


Vielen Dank an ASS/Lookout, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares. Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © ASS/Lookout – Fotos: © Oliver Sack

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Please Do the Math