Neues Brettspiel-Blogger-Netzwerk gegründet

beeple_4c_wrWir sind Beeple – Das Brettspiel Blogger Netzwerk

Erstmalig schließen sich im deutschsprachigen Raum Blogs zu einem Netzwerk zusammen, um als zentrale Anlaufstelle für Interessierte im Bereich der Brettspiele zu dienen und Neulingen eine Hilfestellung im Online­Journalismus zu bieten. Zudem erhalten nationale und internationale Verlage, welche mit der deutschen Blogger­Szene nicht so vertraut sind, einen festen Anlaufpunkt. Mit diesem Ansatz wollen wir Blogger unseren Beitrag zur Festigung des Brettspiels in der Gesellschaft leisten.

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Was ist die Zielsetzung?

Beeple sieht sich als zentrale Anlaufstelle für Interessierte im Bereich der Brettspiele und dient Neulingen im Online-Journalismus als Hilfestellung. Zudem erhalten nationale und international Verlage, welche mit der deutschen Blogger-Szene nicht so vertraut sind, einen festen Anlaufpunkt. Mit diesem Ansatz wollen wir Blogger unseren Beitrag zur Festigung des Brettspiels in der Gesellschaft leisten.

Wer ist Beeple?

Das Beeple-Netzwerk wurde von folgenden Blogs (in alphabetischer Reihenfolge) gegründet:

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● Bretterwisser (www.bretterwisser.de)

● Brettspielbox (www.brettspielbox.de)

● Brettspielpoesie (www.brettspielpoesie.de)

● Spiel doch mal…! (www.spiel-doch-mal.com)

● Spielevater (www.spielevater.de)

● Spieleleiter (www.spieleleiter.de)

● Spielfreu(n)de (www.spielfreude.blogspot.de)

Bei allen Fragen zum Beeple-Netzwerk stehen wir gerne zur Verfügung.

web: www.beeple.de

e-mail: kontakt <ät> beeple <punkt> de

twitter: @beeple_netzwerk

Spielwarenmesse Nürnberg 2016 – Teil 5

Schluss, Aus, Ende, … Moment, da war noch …

… eine nette junge Dame, die mir die neuen Spiele aus dem Hause Amigo vorstellte und eine sehr lustige Begebenheit am Stand von Schmidtspiele. Alles in allem hatte ich viele Gelegenheiten zu Meetings und Gesprächen, musste allerdings am Sonntag bereits um 12:00 Uhr die Rückreise antreten. Ja, der Handball-Fan wollte rechtzeitig zum EM Finale wieder gemütlich auf seinem Sofa im Kreise seiner Liebsten sitzen.

Nur eine Frage blieb nach 2 Tagen Messe Nürnberg offen: Komme ich 2017 wieder? – Mal sehen…

Jetzt aber zu dem was interessiert.

Amigo

Die Dietzenbacher hatten so einiges im Gepäck. Meist kleine, aber durchaus sehenswerte Spiele. Da war zum Einen „DAO“, ein schönes knackiges Kartenspiel, bei dem man nicht nur versucht, punkteträchtige Karten zu sammeln, sondern auch immer wieder Karten nehmen muss, die man eigentlich gar nicht will. Glück und Kaltschnäuzigkeit in einer gesunden Mischung machen „DAO“ zu einem kurzweiligen Zockerspielchen. Gleich daneben, mein „Must-have 2016“ ein neues Partyspiel. „Schnapp den Sack“, eigentlich ein Reaktionsspiel, bei dem Karten aufgedeckt werden und, wenn eine bestimmte Anzahl gleicher Symbole offen liegen, ein hübscher kleiner Stoffsack geschnappt werden muss. Erinnert ein bisschen an „Jungle Speed“, aber hier ist der Name des Spiels mehr als nur Programm für mich. Wie gesagt, „Schnapp den Sack“ ist mein Highlight, mein Must-have 2016.

Für die Kleinen gab’s „Flori Vielfraß“ ein sehr schönes Kinderspiel ab 4 Jahren, und „Bauboom“, ab 5 Jahren. Bei „Bauboom„ müssen wir Ameisen helfen, Baumaterial für den Ameisenhügel heranzuschaffen. Das schöne bei diesem Spiel, sind die zwei Schwierigkeitsgrade, die es ermöglichen, dass Kinder und Erwachsene zusammen spielen können. Erwachsene nehmen die schwere Variante, Kinder die einfache. So ist Chancengleichheit gewährleistet. Eine sehr schöne Idee. „Flori Vielfraß“ hingegen ist eine Art Wettrennen. Wem es zuerst gelingt, das sich seine Raupe bis zur Ziellinie durchmampft, gewinnt. Wenig Material, sehr haptisch und ansprechend umgesetzt. Da haben die Kleinen sicher Spaß.

Schmidtspiele

„Zock ‚n‘ Roll“ – was ein Titel. Auf den ersten Blick kam bei mir allerdings Ernüchterung. Klischee: Wie Kniffel! Gäähn!
Aber ich habe mich getäuscht. Es ist eine Mischung aus „Kniffel“ und „Texas hold’em“ (Poker). So könnte man das Würfelspiel grob umschreiben. Und, es ist ein echtes Zockerspiel für gesellige Runden. Statt der beiden verdeckten Karten hat jeder Spieler einen Würfelbecher (ohne Boden) in den er seine beiden „Hand-Würfel“ wirft. Dann werden noch allgemeine Würfel ins Spiel gebracht, und reihum wird geschaut, ob man zusammen mit seinen „Hand-Würfel“ schon eine gute Kombination hat. Bluffen, direkt punkten oder aussteigen, das ist ein echtes Zockerspiel, das macht Spaß! – Bei der Präsentation dieses Spiels hatte ich nebenbei noch einen ganz besonderen Spaß. Als ich das Spiel ausprobieren wollte, waren wir nur zu zweit. Der nette Willi, der das Spiel erklärte und ich. Also hat der Willi gleich mal zwei Damen die vorbeigehen wollten angesprochen und zum Mitspielen eingeladen. Schwupps, waren wir zu viert. Während der Erklärung nahm eine der Damen den „Würfelbecher“, der ja keinen Boden hat, schaute ihn an, schaute nach oben hindurch, und stellte ganz erstaunt fest.“Das ist ja lustig, ist das ein Patent?“, worauf der Willi völlig trocken meinte: „nein. Ein Loch!“ – ich hab mich weggeschmissen! Doch mit diesem trockenen Kommentar gelang es dem Willi, eine positive Stimmung für die Probepartie „Zock ‚n‘ Roll“ zu verbreiten und wir hatten entsprechend Spaß beim Zocken.

Ravensburger

Bereits in Essen 2015 hatte Ravensburger einen fertigen Prototyp von „Legends“ dabei um ihn vorzustellen. Jetzt, in Nürnberg, war das Spiel also bereit für den Markt. Angeschaut hab ich mir es dann natürlich auch, da mir die Vorabinfos in Essen gefallen hatten. Doch leider wurde ich enttäuscht. Das Spiel konnte mich absolut nicht überzeugen. Es erinnerte mich an ein einfaches Lauf- und Sammelspiel. Keine Spannungssteigerung, kein Spannungsbogen, nichts. Auch kam mir die ganze Sache recht glückslastig vor. Eigentlich schade, denn grafische Aufmachung und Story hätten hier sicherlich mehr hergegeben.

Igelspiele

Zu guter Letzt war ich dann noch bei Oliver Igelhaut, der mit „Igelspiele“ seinen eigenen Kleinverlag betreibt. Im Gepäck hatte er „Mein Schatz“. Ein kleines, feines Kartenspiel bei dem Sammelwut und Spielmut eine große Rolle spielen. Eigentlich als Kinderspiel gedacht, konnte es nach der Messe bei unseren Spieleabenden aber auch als Aufwärmer oder Absacker in Erwachsenen-Runden punkten. Eine kurzweilige Zockerei, in der mehr steckt als auf den ersten Blick zu erwarten ist.

So, das war’s. Den nächsten Messebericht gibt’s dann wieder im Herbst, wenn die SPIEL’16 endlich wieder ihre Pforten öffnet. Bis dahin, viel Spaß beim Kommentieren.

Mit verspielten Grüßen

Euer Spielevater Oli

P.S.: Spielt was Schönes …

Spielwarenmesse Nürnberg 2016 – Teil 4

Was es sonst noch (alles) gab …

Offen für Alle oder streng geheim, das waren wohl die beiden Alternativen bei der Standgestaltung einzelner Verlage. Ein Großteil bewegte sich jedoch zwischen den beiden Extremen Gestaltungsvarianten. Klar, es war keine Publikumsmesse, sondern eine Fachmesse. Warum dann seine Spiele (Produkte) verstecken? – gute Frage. Das war schon eine sehr merkwürdige Geschichte, die ich nicht so verstanden habe. Ich habe neue Produkte, möchte diese auf einer Messe präsentieren und mache dann ein Geheimnis daraus!? – naja, für solch merkwürdige Ideen gibt es hoch bezahlte Agenturen und Marketingabteilungen. Und, ist eine Idee teuer, ist sie gut. Das kennen wir doch aus der Politik, oder? Egal, bevor ich jetzt komplett abschweife, komme ich lieber wieder zurück zu dem, was uns interessiert. Zu den neuen Spielen, die ich gesehen habe.

Drei Hasen in der Abendsonne

Kleiner Verlag, tolle Spiele, sehr nette Menschen. Es gibt echt wenig Verlage, bei denen man so herzlich empfangen wird. Neben dem derzeitigen Krachen „Die fiesen 7“ von Jacques Zeimet, präsentierten die Hasen ihr neues Spiel „Gauner raus“. Ein bisschen erinnert das Spiel an eine Mischung aus „Minesweeper“ und „Schiffe versenken“. OK, der Vergleich hört sich extrem merkwürdig an, aber das war das Erste das mir als Assoziation in den Sinn kam. Es geht darum, in einem fiktiven Gebäude mit 36 Räumen (6×6 Felder) Bösewichte zu finden, um sie zu verhaften, und aus dem Gebäude zu bringen. Sprich, wir versuchen, unseren Mitspielern Karten abzunehmen, die wir durch scharfes Nachdenken und Kombinieren ermitteln. Als Haupthilfsmittel benutzt man ein Blatt, auf dem die 36 Räume mittels 6×6-Tabelle abgebildet sind. Wie gesagt, „Schiffe versenken“, aber ohne Zufallstreffer, sondern durch Kombinatorik ermittelt. Obwohl Zufallstreffer auch hier vorkommen können. Grundsätzlich hat mir das kleine Spielchen aber recht gut gefallen. Aber nicht nur wegen der positiven Atmosphäre auf dem Messestand.

Pegasus

Der Verlag, der früher eher etwas für Freaks und Kenner war, entwickelt sich mehr und mehr zu einem Genre-Übergreifenden Anbieter für Spiele aller Art. Dies auch nicht zuletzt durch den Einstieg in den Kinderspiel-Sektor. Hier konnte durch die Neuauflage einiger Selecta-Kinderspiele ein neues Segment im Verlagsprogramm etabliert werden. Aber auch im Bereich Familienspiele, Kennerspiele und den sogenannten Expertenspielen hat Pegasus immer etwas zu bieten. Letzteres ist sicherlich auch der Partnerschaft mit der Ideenschmiede Eggertspiele geschuldet. Die Norddeutschen konnten zuletzt mit „Mombasa“ für Aufsehen in der Szene sorgen. Ein Spiel, das auch mich völlig überzeugt und in seinen Bann gezogen hat. Bei so einem großen Programm möchte ich aber nicht auf alles im Detail eingehen, sondern habe mir ein paar persönliche Highlights rausgepickt.

Neu bei Pegasus ist die Reihe „Unterwegs“. Hier werden bekannte Titel nochmals abgespeckt und in noch kleinere Schachteln gepackt, um diese „unterwegs“ zu spielen. Hmm, bisher konnte ich „Port Royal“ auch schon mitnehmen. Warum jetzt noch kleiner und abgespeckt? Apropos klein, da „Glück auf“ nicht mehr im Vertriebsprogramm auftaucht, kommt jetzt „Glück auf – das große Kartenspiel“. Ebenfalls als Kartenspiel kommt „Camel Up Cards“ oder „Amel Cup“ oder „Camel Cup“, auch ein eigenständiges Spiel für unterwegs, in Anlehnung an den großen Bruder „Camel Up“. Bei den Familienspielen dreht sich alles um den sagenumwobenen Schneemenschen Yeti im Himalaja. Im gleichnamigen Spiel mit 3-D-Spielplan geht es um die Jagd nach dem Schneemenschen. Einfache Regeln und tolle Gestaltung versprechen hier ein schönes Spielerlebnis auf angenehmem Niveau mit viel Spaß. Bleiben wir gleich bei den Spaß-Spielen. Hier werden wir dieses Jahr noch auf „Dr. Eureka“ treffen. Das Geschicklichkeitsspiel von Roberto Fraga (Kinderspiel des Jahres 2015, Spinderella) verspricht sehr viel Spaß. Für mich zwar eher ein Party-Spiel als ein Familien-Spiel, aber auf jeden Fall eine sehr witzige Idee. Ich habe in Nürnberg meinem Blogger-Kollegen Jens mal kurz über die Schulter geschaut, bei seinem Versuch, die bunten Kugeln zu sortieren. Danke Jens, hast dich redlich bemüht.

Pegasus hat echt viel und vor allem auch viel Neues. Ich habe mir neben den genannten Spielen auch die anderen Neuheiten zeigen lassen. Dazu aber bei Gelegenheit mehr. Tipp: Zukünftig lohnt auf jeden Fall der regelmäßige Blick auf das Pegasus-Programm, da hier wirklich für jeden Geschmack etwas zu finden ist.

Queen Games

Als ich vorbei kam, waren zwei Standmitarbeiter damit beschäftigt, sich gelangweilt auf ihren Stehtisch zu lehnen und auf ihren Smartphones herumzudrücken. Einen kurzen Blick zu mir hatten sie übrig, mehr nicht. Da wollte ich auch nicht weiter stören … und kann deshalb auch nichts (positives) berichten … schade … deshalb ging es weiter zu meiner nächsten Station …

Asmodee

„Dobble“ in zig (Lizenz-) Varianten, ein paar Kinderspiele und dieses „Zombicide“ beziehungsweise “Mage Knights”, mit denen ich persönlich gar nichts anfangen kann. Ansonsten gab es aber nicht viel Neues zu sehen. „Time-Stories“ bekommt nochmals Erweiterungen (insgesamt 6 bis November 2016 sind geplant). „Quoridor“ und „Quarto“ vom Partner „Gigamic“ werden in einer neuen Optik und Ausstattung vorgestellt, was sehr beeindruckend und hochwertig aussieht. Aufgefallen bei Asmodee ist mir „Troyes“ (Pearl-Games). Zwar nicht neu, aber jetzt als Neuauflage wieder verfügbar, was angesichts der Netz-Preise von zeitweise über 100 Euro, manchen Fan freuen wird. Partner „Days of Wonder“ präsentierte nach „Five Tribes“ und dessen Erweiterung 2016 auch wieder etwas Neues: „Quadropolis“. Hier fallen auf den ersten Blick besonders die Spielfiguren aus Acryl positiv auf. Die kleinen blauen Acryl-Meeples sehen echt verdammt gut aus, obwohl ich bekennender Holz-Figuren-Fan bin. Das Spiel selbst, erinnert mich an früher, als ich auf meinem 486-DX2/66 gerne „Sim City“ gespielt habe. Ich freu mich schon auf die ersten Partien.

Spielwarenmesse Nürnberg 2016 – Teil 3

Eine kleine Rundreise durch Süddeutschlands Spielelandschaft

Nuernberg_2016_01Als zwar kleine Nummer unter 71.000 Fachbesuchern, die sich eine Woche lang durch die Messehallen schlängelten, war ich zumindest schlecht zu übersehen. Hatte aber auch aufgrund meiner Größe einen guten Blick „von oben“ auf die tollen Spiele. Aber was ich dann, wie ein Leuchtturmwärter, aus der Ferne bei Huch & Friends sah, weckte meine Neugier. Haben die da einen Hubschrauber auf dem Stand? Der Technik interessieret Spielevater musste sich das auf jeden Fall anschauen. Als ich dann vor der Flugmaschine stand, war ich schlicht ergriffen! Ein Held meiner Kindheit trohnte auf einem unspektakulären Sockel am Rande des Huch&Friends-Standes. Das FLIWATÜÜT – cool! Als Kind beneidete ich Robbi und Tobbi immer, wenn sie mit ihrem Fliewatüüt tolle Abenteuer erlebten. Überhaupt war und bin ich Fan der Augsburger Puppenkiste. Und jetzt kommt das Fliewatüüt auch noch ins Kino und auf den Spieltisch. Ich bin gespannt.

Huch&Friends

Neben dem Fliewatüüt gab es aber auch noch andere Spiele bei Huch&Friends zu bestaunen. Beginnen möchte ich mit „Skibe“, einem Kartenspiel von El-Gaucho-Macher Arve D. Fühler, bei dem wir uns als Wikinger in der Kunst des Schiffsbau messen können. Sieht witzig aus und ich hoffe das Spiel im April vom Autor erklärt zu bekommen (kleiner Seitenhieb!). Aber auch für Familien und Strategiefans hatten die Schwaben wieder etwas im Gepäck. Bei „Ulm“ geht es, wie der Name schon sagt, um Ulm. Genauer gesagt um das Markttreiben rund um das Ulmer Münster zu dessen Bauzeit. „Touria“ stach schon deshalb ins Auge, da mich die Cover-Grafik direkt an Lookout’s „Isle of Skye“ erinnerte. Auch dieses Familienspiel rund um die Hochzeit der Prinzessin Tara werden wir uns demnächst noch genauer anschauen. Mit YINSH, ZÉRTZ und TZAAR wird die erfolgreiche Reihe des GIPF Project erweitert, beziehungsweise neu aufgelegt. Diese abstrakten Legespiele mit den fantasievollen Namen sind zwar nicht jedermanns Sache, aber Fans werden sich sicher darüber freuen.

NSV

Von den Schwaben ging es direkt zu den Franken vom Nürnberger-Spielkarten-Verlag. Der NSV hatte ja quasi Heimspiel, und präsentierte sich mit seinen jüngsten Erfolgen „Qwixx“, „The Game“ und „Qwinto“. Daneben gab’s aber auch „Life is Life“ einem schnellen Kartenspiel, das Dank kurzer Vorbereitung und Spieldauer sicher einen Platz auf heimischen Spieletischen finden wird. Ob es aber an die Erfolge von „Qwixx“ oder „The Game“ anknüpfen kann, wird sich im Laufe des Jahres noch weisen. Den Nürnbergern sei es aber gewünscht.

Zoch

Von Schwaben über Franken ging es dann weiter Richtung Süden, in die bayrische Metropole zu Zoch. Zwar gehört der Münchner Zoch-Verlag seit 2010 zu Noris-Spiele in Fürth (Franken) und somit zur Simba-Dickie-Group, aber eingefleischte Spielefans wissen die Spiele des Zoch-Verlags seit seiner rein bayrischen Zeit zu lieben und zu schätzen. Übrigens stammt einer der Verlagsgründer Klaus Zoch aus dem badischen Hornberg, nur knapp 20 km vom Spielevater entfernt.

Zoch richtet sich zumeist an Familien und Kinder, und stellt auch 2016 wieder Spiele für diese Zielgruppe vor. Für die Kleinsten, ab 4 Jahren, präsentierte man in Nürnberg „Spring ins Feld“, einem schönen Sammelspiel für Kinder. An große Kinder und alle ab 10 Jahren richtet sich „Ice Cult“. Ein Taktikspiel mit tollem Material, einfachen Regeln und viel taktischem Tiefgang. Räumliches Denken und räumliches Vorstellungsvermögen sind dabei ebenso unerlässlich, wie vorausschauendes spielen. „Ice Cult“ ist auf jeden Fall einen Blick wert. <Bild: Nuernberg_2016_02> Im Gegensatz zur Fortführung der erfolgreichen „Geistesblitz“-Reihe haben mich allerdings die beiden neuen Kartenspiele „Lunte“ und „Kuhno“ absolut nicht abholen können. Beide Kartenspiele kamen mir auf den ersten Blick eher unspektakulär vor. Man wird sehen. „Geistesblitz – Spooky Doo“ wird aber sicher wieder einigen Leuten Kopfzerbrechen bereiten. Nicht nur, weil jetzt ein weiterer Gegenstand Einzug hält, sondern und gerade weil der zweite neue Gegenstand über andere Gegenstände gestülpt werden kann. Die Frage ist dann auch: „Was steckt unter dem Fez?“. Wie gesagt, da werden einige Köpfe rauchen.

Kosmos

Zum Abschluss meiner Süddeutschland-Rundreise ging es, wie sollte es anders sein, in DIE Metropole der Schwaben. Nach Schduggi, Schduagert oder wie der ADAC-Atlas schreibt „Stuttgart“. Dort sitzt ja bekanntlich der Kosmos-Verlag, der neben Experimentierkästen und Bücher auch Spiele verlegt und vertreibt. Und, die Schwaben hatten auch im fernen Franken wieder einiges für Jung und Alt zu bieten. Für die kleinen Spieler gab es „Glubschgeister“ einem Kinderspiel mit tollem Mechanismus. Es gilt, passend zur Vorgabe, Glubschgeister zu finden. Das ist aber gar nicht so einfach, denn diese verstecken sich unter „Linsen“, die alles, was unter ihnen zu sehen ist, verzerren. Konzentration und Wahrnehmung wird den Spielern nicht nur abverlangt, sondern auch gefördert. Gespielt habe ich eine Runde „Glubschgeister“ mit Freunden aus der Schweiz. Dabei entstand ein kurzes Video  (uff schwyzerdüütsch):

Ebenfalls für Kinder ist „Dschungel Bande“. Auch ein Merkspiel, gepaart mit Laufspiel und Schiebemechanismus. Schnell erklärt, verspricht es einen ungetrübten Spielspaß für Kinder ab 5, so der Verlag. Gedacht für die ganze Familie ist „Schmuggler“, ein Spiel von Catan-Erfinder Klaus Teuber und Sohn Benjamin. Bei diesem Spiel, mit „intelligenter“ Knete müssen die Spieler versuchen, in Knet eingepackte Edelsteine durch ein Loch im Zaun rollen zu lassen, ohne das diese Kugel stecken bleibt. Wem das am besten gelingt, bekommt eine Belohnung. Im Zweifelsfall, wenn es mehreren Spielern gelingt, eine passende Kugel zu formen, entscheidet die Waage über den Erst- und Zweitplatzierten. Sieht interessant aus, bleibt nur die Frage, wie lange der Knet bei regelmäßiger Benutzung noch verwendbar bleibt.

Strategiefans kommen auch 2016 bei Kosmos auf ihre Kosten. Mit „Imhotep“ gibt es viel Strategie und Interaktion vor antiker Kulisse. Wer sich beim Agieren mit Bausteinen geschickt anstellt und das richtige Timing hat, gewinnt. Auch „Imhotep“ sieht sehr interessant aus.

Natürlich gab es noch mehr zu entdecken bei Kosmos. Unter anderem wird es eine Erweiterung zu Drecksau geben und, ganz Interessant: die Catan-Big-Box! In dieser Big-Box sind neben dem Grundspiel gleich noch die Erweiterung für den fünften und sechsten Spieler dabei, sowie die Szenarien „Beste Freunde“ und „Die Helfer“. Doch damit nicht genug, auch zwei Länderpläne (Deutschland und Mallorca) finden sich in der Box. Für den Deutschlandplan gibt es obendrein noch die 12 Städte-Wahrzeichen. Somit ist die Big-Box nicht nur für Neueinsteiger in die Catan-Welt interessant.

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So, das war der 3. Teil meiner Nürnberg-Tour. Teil 4 folgt … bis dahin: spielt was Schönes …

Spielwarenmesse Nürnberg 2016 – Teil 2

Zwei kleine Verlage begeistern Kinder und Spiele-Fans – Abacusspiele und Hans im Glück

Da es in den Nürnberger Messehallen deutlich ruhiger zugeht als in Essen, bleibt den Ausstellern auch mehr Zeit, sich um Besucher zu kümmern. Beim Spieleverlag Abacus gab sich die Chefin die Ehre, dem Spielevater persönlich die Neuheiten zu zeigen. Und das war sehr informativ und lustig.

Abacusspiele

Begonnen hat die kleine „Standrundreise“ bei „Word Up!“, einem doch recht banalen Partyspiel. Karte ziehen, Aufgabe vorlesen, andere Karte ziehen, Anfangsbuchstabe nennen, fertig. Erinnert ein bisschen an Stadt-Land-Fluss oder so. Fazit: gesehen und abgehakt. Weiter ging es mit „Micro Robots“, laut Verlagschefin der kleine Bruder von „Ricochet Robots“. Und genau so ist es. Unsere Aufgabe, ganz klassisch, den kleinen Roboter so schnell wie möglich von A nach B bewegen. Nette Knobelei, gefällt. Jetzt kam „Game of Trains“ dran, ein Kartenspiel, das mir ganz gut gefallen hat. Es geht darum, die Waggon-Karten hinter der eigenen Lok in umgekehrte Reihenfolge zu rangieren. Zu Beginn sind alle Waggons absteigend hinter der Lok-Karte einsortiert. Ziel ist es, durch geschicktes „Rangieren“ die Karten in eine aufsteigende Reihenfolge zu bringen. Doch Vorsicht, es gibt interaktive Karten, mit denen einem die Mitspieler das Leben schwer mache können. Erster Eindruck: klein aber fein.

Aber Abacusspiele hat auch wieder etwas für kleine Spieler. Mit dem Kinderspiel „Leo muss zum Frisör“ kommt ein schönes Kinderspiel auf den Markt. Ein kooperatives Memory-Laufspiel mit toller Grafik. Wer ein Spiel für Kinder ab 6 sucht, sollte sich „Leo“ unbedingt anschauen.

Den Abschluss meiner Rundreise bei Abacus bildete die erste Erweiterung zu Cacao – Chocolatl. In dieser Erweiterung stecken insgesamt vier Module, die einzeln, aber auch miteinander verwendet werden können. Das dabei das Grundspiel erforderlich ist, ist bei solchen Erweiterungen obligatorisch. Für Cacao-Fans auf jeden Fall ein „Must-Have“. Also auch für uns.

Hans im Glück

Bei den Münchnern von Hans im Glück präsentierte man zwei Spiele, die an sich sehr unterschiedlich waren. Zum Einen das kommende „große“ Hans im Glück Spiel „Dynasties“ und das kleine „Stone Age Junior“. Während ich die Gelegenheit, mir „Dynasties“ anzuschauen, ehrlich gesagt verpennt habe, so habe ich es mir nicht nehmen lassen, mir das „Stone Age Junior“ erklären zu lassen. Aber nicht nur das, es war Zeit genug, auch gleich eine Partie „Stone Age Junior“ zu spielen. Erklärt in knapp 5 Minuten, und gespielt in 10-15 Minuten, muss ich sagen, dass es dem Autor und Verlag gelungen ist, aus „Stone Age“ ein stimmiges Kinderspiel zu machen. Und das liegt nicht nur an der selben grafischen Gestaltung. Hier passt wirklich alles. Wir freuen uns schon auf unser Exemplar, um es genauer unter die Lupe zu nehmen.

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